Logo Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Staatliche Schlösser und Gärten Baden‑Württemberg
Kommen. Staunen. Geniessen.
Luftbild der von Wald umgebenen oberen Burgruine Rötteln mit Türmen und Mauern

EU-geförderte KooperationTrinationales Grabungsprojekt

Mit grenzüberschreitender Zusammenarbeit zum Erfolg: Verschiedene Institutionen schlossen sich für eine Forschungsgrabung zur Frühgeschichte der Burg Rötteln im Dreiländereck zusammen. Das Projekt wurde von der EU gefördert und hat zum Ziel, die oberrheinischen Burgen sichtbarer zu machen.

Logo eines Drachens, der sich um einen Turm schlingt und Titel des Projekts

Für ein gemeinsames Thema ein gemeinsames Logo.

Förderungen der Europäischen Union

Die Grabung fand im Rahmen des Großprojekts „Burgen am Oberrhein“ statt: Die Initiative setzt sich dafür ein, die zahlreichen Burgen in der Region bekannter und deren historischen Wert sichtbarer zu machen. Dafür werden wissenschaftliche Projekte gefördert, die zur Erforschung, Restaurierung und Konservierung der Burgen beitragen. Zudem wird die Vermittlung der Geschichte dieser Bauwerke unterstützt. Übergeordnet ist das EU-Förderprogramm Interreg Oberrhein, das grenzüberschreitende Kooperationen unterstützt. 

Burg Rötteln, Grube mit Markierungen zwischen drei Mauern

Acht sorgfältig gewählte Grabungsschnitte wurden über die Burganlage verteilt angelegt.

Einblicke für die Öffentlichkeit

Zur Umsetzung der Grabung kamen rund 50 Helferinnen und Helfer aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zur Burg Rötteln. Die Öffentlichkeit konnten sich an zwei „Tagen der offenen Grabung“ von den Fortschritten überzeugen. Nach Abschluss der Arbeiten informierte eine Tagung der ehrenamtlich Beauftragten der Denkmalpflege des Regierungsbezirks Freiburg über die neuen Erkenntnisse. Zeitgleich fand auf der Oedenburg im Elsass eine von Jacky Koch (Archéologie Alsace) geleitete Partnergrabung statt, von der ähnlich interessante Ergebnisse zu erhoffen sind.

Burg Rötteln, Schildmauer der Ruine von Norden, mit Bergfried im Hintergrund

Die Mauern der Burgruine bergen noch immer noch viele Geheimnisse.

So geht es weiter

Die Grabung auf der Burgruine ist inzwischen abgeschlossen, doch die Arbeit geht noch weiter: Die baugeschichtliche Erfassung der Ruine ist im Gang und die ergrabenen Tierknochen werden im Rahmen einer Masterarbeit erforscht. Durch geophysikalische Untersuchungen soll der Boden noch weiter erkundet werden. Für 2025 ist eine Wanderausstellung zu den Ergebnissen des Grabungsprojekts geplant, die im Dreiländereck sehen sein wird. Damit wird die im Mittelalter so weit vernetzte Burg Rötteln auch heute wieder in die benachbarten Regionen ausstrahlen. 

Burg Rötteln, Grabungsprojekt, Freiwillige sichern die Funde

Erfolgreich dank Kooperation: Alle zogen an einem Strang.

Beispielhafte Zusammenarbeit

Die Forschungsgrabung wurde vom Landesamt für Denkmalpflege (LAD), Dienstsitz Freiburg, und den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg (SSG) verwirklicht. Federführend waren Dr. Bertram Jenisch, Dr. Andreas Haasis-Berner (beide LAD) und Dr. Moritz Lange (SSG). Dr. Heiko Wagner leitete die Grabung auf Burg Rötteln. Als Partnerinstitutionen waren unter anderem Archéologie Alsace, die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz und die Europäische Gebietskörperschaft Elsass beteiligt. 

Logo Landesamt für Denkmalpflege